Gedankenwelt Industrie 4.0

Sicherlich sind Sie immer wieder mal auf diesen Begriff gestoßen. Trotzdem ist für viele Menschen unklar, was damit gemeint ist. Unter “Industrie 4.0” versteht man die Bündelung von Technologien, um Produktions- und Dienstleistungsprozesse computergestützt intelligent zu steuern

Gedankenwelt Industrie 4.0

Veröffentlicht: 24.08.2022
Von: achtwert

Sicherlich sind Sie immer wieder mal auf diesen Begriff gestoßen. Trotzdem ist für viele Menschen unklar, was damit gemeint ist. Unter “Industrie 4.0” versteht man die Bündelung von Technologien, um Produktions- und Dienstleistungsprozesse computergestützt intelligent zu steuern und übersichtlich bzw. transparent darzustellen. Industrie 4.0 wird als wichtiger Faktor gesehen, Unternehmen zukunftsfähig auszurichten.

Bestellen Sie zum Beispiel bei einem Online-Händler ein Buch, so wird dieser Auftrag sofort in das System des Online-Händlers übernommen, schnellstmöglich bearbeitet und dann das Buch umgehend an Sie geliefert. Dazu werden unter anderem die Wege optimiert, wie dieses Buch den Lagermitarbeitern zugänglich gemacht wird und auch die Paketgröße wird durch intelligente Systeme optimal vorausberechnet. Durch optische Systeme oder mittels kleinster Chips wird die Verpackung ihres Buches gekennzeichnet und, sodass beispielsweise eine Verwechslung während der Kommissionierung ausgeschlossen wird und damit das richtige Buch bei Ihnen landet.

Über all diese Vorgänge sind Sie als Kunde jederzeit informiert und können im besten Fall sogar Einfluss auf den Prozess nehmen, in dem Sie z. B. nach Ihrer Bestellung noch die Lieferadresse anpassen. Die besondere Herausforderung liegt in der Koordination der immer komplexer werdenden Prozesse zusammen mit den immer individuelleren Kundenwünschen. Hinzu kommen die voranschreitende Globalisierung gepaart mit dem sich zuspitzenden Fach- und Führungskräftemangel.

Die Zukunft vieler Unternehmen liegt in der Ausrichtung der Produktion bzw. des Dienstleistungsangebotes an die Gedankenwelt von Industrie 4.0. So werden beispielsweise hochleistungsfähige IT-Infrastrukturen eingeführt und innerhalb der Produktion ganze Fertigungswege verändert. IT, Technik und Maschinen werden also angepasst.

Aber wie steht es um Ihre Mitarbeitenden?

Wie Sie wissen, bringt jeder Veränderungsprozess eine ganz eigene Dynamik mit sich.

Ein Teil Ihrer Mitarbeitenden ist dafür sehr offen und versteht den Wandel (in dem Fall die Einbindung von intelligenten Technologien) als Chance. Naturgemäß stehen aber auch viele Mitarbeitenden den Veränderungen kritisch gegenüber – ja haben sogar Angst vor den neuen Technologien.

Wir raten:

Lassen Sie die für den Wechsel offenen Mitarbeitenden so schnell wie möglich “spielen” und ausprobieren. Binden Sie sie intensiv in die Zukunftsplanung Ihres Unternehmens ein. Veranstalten Sie Workshops und fördern Sie die Netzwerkbildung und damit den Austausch von Veränderungswilligen.

Skeptiker und Zweifler sollten im Gegenzug die Möglichkeit bekommen, sich ebenso auszutauschen. Am besten zuerst mit Ihnen und der Unternehmensleitung. Hören Sie genau zu: Wo liegen die Ängste der Mitarbeitenden? Was lässt Sie die anstehenden Veränderungen eher negativ als positiv bewerten? Vor welchem Hintergrund machen sich die Mitarbeitenden Sorgen um die Entwicklung Ihres Unternehmens?

In den meisten Fällen hilft aktives Zuhören und Verständnis für Skepsis. Dann ist es an Ihnen für Transparenz zu sorgen – welche Visionen haben Sie für die zukünftige Ausrichtung des Unternehmens? Welche Wertegrundsätze begleiten Sie bei dieser Ausrichtung? Welche Rolle / welche Verantwortung haben zukünftig die Mitarbeitenden in Ihrem Unternehmen? Welche Gestaltungsmöglichkeiten wird es geben?

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