„Ü 50“ – ein Erfolgsfaktor

Im heutigen Blogbeitrag haben wir Fakten rund um die Anstellung “alter Hasen” zusammengetragen, die Sie interessieren werden, und in Aktion bringen.

„Ü 50“ – ein Erfolgsfaktor

Veröffentlicht: 07.03.2022
Von: achtwert

Um die Entwicklung des demografischen Wandels einmal deutlich zu formulieren: Die deutsche Bevölkerung schrumpft und wird älter. Das spüren auch Unternehmen in Sachen Altersstruktur ihrer Belegschaft. Sicher ist, dass die Anzahl der Mitarbeitenden, die über 50 Jahre alt sind, kontinuierlich weiter ansteigt.

Trotzdem ist der Anteil der Unternehmen, die altersspezifische Maßnahmen durchführen sehr gering. Im heutigen Blogbeitrag haben wir Fakten rund um die Anstellung “alter Hasen” zusammengetragen, die Sie interessieren werden, und in Aktion bringen.

Lassen Sie uns mit einer interessanten Nachricht starten: Ältere Mitarbeitende sind statistisch gesehen zwar länger krank als Ihre jungen Kollegen – laut einer Studie dafür aber nicht ganz so häufig. Und nebenbei bemerkt: Grund Nummer 1 für krankheitsbedingte Fehlzeiten sind übrigens Rückenbeschwerden und das ganz unabhängig vom Alter.

Und noch ein spannender Fakt: Wissenschaftler unterscheiden zwischen dem tatsächlichen und dem subjektiv gefühlten Alter – getreu dem Motto: „Man ist so alt wie man sich fühlt“. Das gefühlte Alter beeinflusst Leistungsfähigkeit und Fehlzeiten erheblich. Und die Leistungsfähigkeit wiederum wird stark durch die vergangene und aktuelle Arbeitsbelastung geprägt. Und hier kommen Sie als Arbeitgeber ins Spiel.

Das Zauberwort lautet „Prävention“

Mit der Umsetzung frühzeitiger Maßnahmen sichern Sie die Leistungsfähigkeit Ihrer Mitarbeitenden. Die Leistungsfähigkeit umfasst ALLE persönlichen Ressourcen: psychische und physische Gesundheit, Fertigkeiten, Wissen, Motivation und die persönliche Einstellung.

Um diese Fähigkeit zu erhalten, haben Sie verschiedene Möglichkeiten:

Altersteilzeit

Die Altersteilzeit bietet durch Reduzierung der Arbeitszeit die Möglichkeit, den Übergang in den Ruhestand entspannter vorzubereiten. Durch diese Entspannung und die zeitliche Flexibilität ist es älteren Mitarbeitenden möglich, länger zu arbeiten. Wird in dieser Phase zudem ein Nachfolger eingestellt, gibt es einen weiteren Vorteil: Der ältere Arbeitnehmer mit sukzessiv sinkender Stundenanzahl kann seinen Nachfolger noch einarbeiten und anleiten, bis “der Neue” auf sicheren Beinen steht. Es entsteht ein optimierter Wissens- und Erfahrungstransfer.

Betriebliche Weiterbildungen

Weiterbildungen sind für Ihre Mitarbeitenden ein wichtiges Rüstzeug, um die Leistungsfähigkeit aufrechtzuerhalten. Schulungen, Seminare oder Lehrgänge für den Ausbau berufsspezifischer Kenntnisse oder sozialer Fertigkeiten sind dabei ebenso wichtig, wie Inhalte zum Thema Gesundheitsschutz und -förderung. Tätigkeiten am Arbeitsplatz können den Körper und Geist mehr oder weniger belasten. Ein frühzeitiges Gesundheitsmanagement hilft, einer solchen Belastung entgegenzuwirken und sollte zukünftig noch stärker in den Fokus betrieblicher Personalmaßnahmen gerückt werden. Die Maßnahmen können z. B. Gesundheitschecks, Betriebssport oder Schulungen zum Thema ergonomische Arbeitsplatzgestaltung sein.

Umstrukturierung

Können arbeitsbedingte Einschränkungen bei Mitarbeitenden nicht vermieden werden, empfiehlt es sich, den Arbeitsplatz und die Arbeitsanforderungen so zu verändern, dass die Betroffenen ihre (verbliebenen) Stärken am besten zur Geltung bringen können.

Altersgemischte Arbeitsgruppen

Arbeiten Jung und Alt zusammen, gibt es viele Vorurteile, die sich in der Praxis oftmals nicht bewahrheiten. Eine gängige Meinung: Ältere Mitarbeitende sind langsam, stressanfällig und nur wenig begeisterungsfähig für neue Arbeitsprozesse. Dabei bringen ältere Mitarbeitende ein hohes Maß an Potenzial mit: Sie sind zuverlässig, pflichtbewusst und verfügen über viele Jahre Erfahrung und Wissen in ihrem Berufsumfeld. Zudem haben sie meist ein hohes Interesse daran, genau diese Erfahrung und ihr Wissen weiterzugeben. Altersgemischte Teams profitieren davon: Es wird voneinander gelernt und es entsteht ein Wissens- und Erfahrungstransfer. Solch eine Konstellation kann auch eine gesundheitsförderliche Wirkung haben, da man sich gegenseitig unterstützt und der allgemeine Wohlfühlfaktor gefördert wird.

Fazit

Der demografische Wandel hat auch Auswirkungen auf Ihr Unternehmen. Die ältere Belegschaft muss länger gehalten bzw. sogar eingestellt werden. Ihre Aufgabe ist es, Rahmenbedingungen zu schaffen, die die Leistungsfähigkeit Ihrer Mitarbeitenden bis ins hohe Alter aufrechterhält.

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