Flexible Arbeitszeiten – Wie flexibel sind Sie wirklich?

Fast täglich nennen uns die Bewerber (m/w/d) in den Beratungen, bei der Frage nach den Wünschen an den aktuellen bzw. zukünftigen Arbeitgeber, das Thema der flexiblen Arbeitszeit.

Flexible Arbeitszeiten – Wie flexibel sind Sie wirklich?

Veröffentlicht: 20.10.2020
Von: achtwert

Fast täglich nennen uns die Bewerber (m/w/d) in den Beratungen, bei der Frage nach den Wünschen an den aktuellen bzw. zukünftigen Arbeitgeber, das Thema der flexiblen Arbeitszeit.

Hintergrund ist, dass das Arbeitsleben schon lange nicht mehr DER Mittelpunkt der Mitarbeiter ist. Vielmehr soll sich der Job harmonisch mit dem Privatleben verbinden. Ist dies der Fall, profitieren beide Seiten – sowohl Arbeitgeber als auch Ihre Mitarbeiter.

Strenge Arbeitszeitmodelle, die vollständig die vertraglich vereinbarte Arbeitszeit verplanen, vorzuschreiben, gehören der Vergangenheit an. Dies erfordert bei vielen Arbeitgebern ein Umdenken, ist aber zwingend erforderlich, um die Zufriedenheit der Mitarbeiter langfristig sicher zu stellen und somit den Erfolg Ihres Unternehmens.

Denken Sie darüber nach Ihr Arbeitszeitmodell anzupassen? Dann empfehlen wir Ihnen sich vorab Gedanken dazu zu machen, was Sie anbieten möchten und vor allem können. Denn ein ins Leben gerufenes flexibles Arbeitszeitmodell, dass sich als nicht praktikabel erweist, verursacht Unruhe und Unzufriedenheit.

Folgende Denkanstöße können für Sie hilfreich sein, ein attraktives und gut umsetzbares Arbeitszeitmodell zu entwickeln:

  • Transparenz: Kommunizieren Sie mit Ihren Mitarbeitern, welche Erwartungshaltung sowohl Sie als auch Ihre Mitarbeiter mit flexiblen Arbeitszeiten verbinden. Gleichen Sie die Kriterien ab, identifizieren Sie gleiche Ansichten und lassen Sie sich Abweichungen erklären.
  • Definition von Must-have-Kriterien: Welche Anwesenheit von wie vielen Mitarbeiter ist für Sie zwingend erforderlich; z. B., um Öffnungszeiten einzuhalten oder telefonische Erreichbarkeiten sicher zu stellen? So ergeben sich unter Umständen Freiräume für die Selbstorganisation der Mitarbeiter, die beispielsweise über Schichtsysteme zu mehr Freiheiten hinsichtlich der Arbeitszeiten kommen.
  • Wertschätzung: Vermeiden Sie Unterscheidungen in verschiedene Arbeitszeitmodelle, soweit sie dies können. Es gilt z. B. längst als überholt, gewerbliche Mitarbeiter zu anderen zeitlichen Rahmenbedingungen anzustellen als kaufmännische Mitarbeiter. Dies wäre der Nährboden für ein 2-Klassen-Kollegium in Ihrem Unternehmen.
  • Vertrauen: Wie viel Zeit und damit Geld möchten Sie in die Kontrolle der Einhaltung der Arbeitszeit setzen? Sicher ist es ein hohes Maß an Vertrauen, dass Sie in Ihre Mitarbeiter setzen, wenn Sie deren Arbeitszeiten nicht kontrollieren. Bedenken Sie jedoch, dass Ihre Kontrolle auch als Misstrauen wahrgenommen werden kann. Dies ist für Ihr Betriebsklima mit Sicherheit nicht zuträglich.
  • Umsetzung: Rom entstand auch nicht über Nacht. Unter Umständen macht es Sinn, die Neuregelung des Arbeitszeitmodells in Abstimmung mit Ihren Mitarbeitern schrittweise umzusetzen. Dadurch können Sie flexibel reagieren, falls Teile der neuen Vereinbarung nicht den gewünschten Erfolg bringen.

Einer unserer Leitsätze, der hier sehr gut passt: Funktioniert Ihr Team, funktioniert Ihr Business!

Wir freuen uns, wenn Sie Ihre Erfahrungen hinsichtlich Ihres Arbeitszeitmodells mit uns teilen und stehen Ihnen bei Fragen rund um das Thema Personalmanagement und Organisationsentwicklung gerne zur Verfügung

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